Auf den Rückzug der RG Saarbrücken aus der 2. Bundesliga vor zwei Jahren folgte 2011 der fünfte Platz in der Oberliga. Nun laufen die Vorbereitungen für eine Rückkehr auf die nationalen Matten. Hierfür wurde bereits Jakup Sari verpflichtet.
Von SZ-Mitarbeiter Fred Kiefer
Gersweiler. Klaus Mertes, der Trainer der RG Saarbrücken, ist zufrieden mit dem fünften Platz, den seine Mannschaft in der gerade abgelaufenen Saison in der Oberliga Saar erreicht hat. „Wenn man bedenkt, dass wir nach dem Rückzug aus der 2. Bundesliga quasi keine Ringer mehr hatten, ist diese Platzierung ein Beweis für einen gelungenen Neuanfang“, sagt der Ringer und Trainer.
Mertes hatte vor der Saison die nicht gerade leichte Aufgabe übernommen, aus sechs neu verpflichteten Athleten und einer kleinen Schar von Jugendringern aus den Vereinen KSV Klarenthal und KSV Gersweiler eine ligataugliche Mannschaft zu formen. Obwohl einige Experten der RG Saarbrücken vor der Runde einen Spitzenplatz zutrauten, blieb der Trainer auf dem Teppich. Er nannte damals eine Platzierung zwischen drei und fünf als Saisonziel.
Am Ende war es der fünfte Rang, obwohl die Gewichtsklassen bis 55 und 66 Kilo nur mit unerfahrenen Nachwuchsringern besetzt werden konnten und Leistungsträger Anton Peters wegen einer Daumenoperation sechs Wochen pausierte. Außerdem musste der Ausfall von Oliver Reez nach einer schweren Knieverletzung verkraftet werden.
Laut Trainer Mertes lieferte die Mannschaft beim 24:13-Erfolg gegen Fürstenhausen eine ihrer besten Saisonleistungen. In diesem Lokalderby sorgte Vito Nardi mit seinem Punktsieg über Altmeister Jürgen Both für eine faustdicke Überraschung. Mertes verweist auch auf die gute Zuschauerresonanz bei den Heimkämpfen in der Gersweiler Sporthalle.
All die positiven Erfahrungen aus der vergangenen Punktrunde beflügeln den Verein, in der nächsten Saison die Meisterschaft und die Qualifikation für die 2. Bundesliga anzustreben. „Die RG Saarbrücken gehört alleine schon von ihrem Umfeld her in die 2. Bundesliga. Wir planen daher nach dem Neubeginn eine Rückkehr in die zweithöchste deutsche Ringerliga“, sagt Mertes.
Um dieses Ziel zu erreichen, erläutert der Trainer weiter, müsse die Ringergemeinschaft sich auf drei bis vier Positionen verstärken. Mit der Verpflichtung des Zweitliga-Ringers Jakup Sari (29) vom KV Riegelsberg sei „der erste Schritt in diese Richtung gemacht worden“, verkündet Mertes und ist ebenso zufrieden wie mit der vergangenen Saison. |